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Heute im hdgö

Urlaubsbilder aus Österreich in polnischen und deutschen Kinonachrichten

Vor der Erfindung des Fernsehens wurden kurze Nachrichtenclips im Kino gezeigt („Wochenschauen” oder „Newsreels”). Wir zeigen hier Berichte internationaler Filmagenturen, die Österreich unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg nicht als zerstörten Staat, sondern als Sehnsuchtsland präsentieren. Für den Nachrichtenbetrieb aller Alliierten war es zu dieser Zeit wichtig,  die Eigenständigkeit Österreichs zu betonen. Dabei wird auch die österreichische Darstellung übernommen, dass der Kleinstaat eine kulturelle Großmacht sei – eine Idee aus der Zwischenkriegszeit, die in der Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur verstärkt politisch aufgeladen worden war.

 

Salzburger Festspiele 1947, USA/GB/BRD 8.8.1947, 02:01 min

Schon 1947 zeigten sich die Salzburger Festspiele als Beweis dafür, dass wieder Normalität herrscht: Nachdem die größten Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs in Salzburg beseitigt waren, nutzte die Republik die Stadt als Bühne, um sich mit einem neuen Selbstbewusstsein zu zeigen. Die Idee, dass Österreichs eine eigene Nation ist und durch seinen Kulturbetrieb internationalen Rang hat, wurde mit Filmnachrichten wie dieser der ganzen Welt vermittelt. Am Schnittpunkt von Hochkultur, Internationalität, Katholizismus und Tradition unterstützten Bilder der Salzburger Festspiele wichtige Elemente eines neuen Österreich-Patriotismus zur Abgrenzung gegenüber Deutschland und dem Nationalsozialismus.

Credit: Welt im Film, Deutsches Bundesarchiv

 

Die Kathedrale in Wien 1949, PL (USA/GB/BRD), 10.1.1949, 01:09 min

Der Wiederaufbau des Stephansdoms in Wien wurde zum wichtigsten Symbol für den neuen Österreich-Patriotismus und das Selbstvertrauen der Zweiten Republik. 1949 inszenierten Kameraleute für internationale Filmnachrichten eine spektakuläre Perspektive auf die Stadt und sich selbst als furchtlos und abenteuerlich. Diese Art der Darstellung von Kameraleuten knüpft an die Heroisierung von KriegsberichterstatterInnen und FotografInnen als Helden der Front in der Propaganda des Zweiten Weltkriegs an.

Credit: Wytwórnia Filmów Dokumentalnych, Filmoteka Narodowa, Polen

Wieder Arlberg Express, USA/GB/BRD 9.11.1945, 01:48 min

Obwohl im Zweiten Weltkrieg gerade Zugstrecken stark zerstört worden waren, gelang vor 75 Jahren Unglaubliches: Noch im Jahr des Kriegsendes nahm der Arlberg-Express wieder seine Fahrt auf. Die internationalen Filmnachrichten präsentierten die wieder eröffnete Eisenbahnverbindung als Beweis, dass Österreich wieder mit der Welt verbunden war und Hoffnung auf Normalität bestand. Sie betonten aber auch die Leistungen der Technik und vor allem die Schönheit von Bergen und Natur im vergleichsweise wenig zerstörten Westösterreich.

Credit: Welt im Film, Deutsches Bundesarchiv

 

Gipfelkreuz auf dem Dachstein

Für die beginnende 2. Republik war die Entdeckung der österreichischen Landschaft nicht einfach Werbung für Tourismus und die Schönheiten des Landes, sondern ein Bekenntnis zu einem eigenständigen Staat – in Abgrenzung zum Nationalsozialismus und zu Deutschland. Dabei war der Katholizismus ein wichtiges Vehikel, der ja in der NS-Herrschaft stark ins Hintertreffen geraten war und sich nun wieder in als eines der wichtigsten Symbole des Österreichischen präsentierte. Die Klischees von Bergsteigerromantik und rauher Natur hingegen waren eine Anknüpfung an den stark deutschnational besetzten Alpentourismus, den auch die NS-Propaganda für sich nutzbar gemacht hatte.

Dieser Filmbeitrag der Agentur der westlichten Alliierten in Deutschland betont die Rolle einer jungen Generation beim Aufbau – im übertragenen Sinn auch des zerstörten Landes.

Credit: Welt im Film, Deutsches Bundesarchiv